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New Hudson (GB)



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Hudson Bicycles
New Hudson Cycle Co. Ltd.
New Hudson Ltd.

1890 wurde die Firma Hudson Bicycles in Birmingham gegründet.
Man beschäftigte sich, dem Firmennamen entsprechend, mit der Herstellung von Fahrrädern.
Zu Beginn des neuen Jahrhunderts geriet die die noch junge Firma in finanzielle Turbulenzen, was 1902/03 zur Gründung eines Nachfolgeunternehmens führte, der New Hudson Cycle Co. Ltd.

Nicht nur im Firmennamen hatte man sich von der Ausschließlichkeit der Fahrradherstellung befreit, man begann auch sofort mit der Produktion von Motorrädern. Zunächst verwendete man belgische Minerva-Motoren, hatte aber keinen großen Erfolg mit diesen Maschinen.
Eine Besserung trat ein, als man ab 1910 Japp-Motoren verwendete. Mut bewies man mit der Teilnahme an dem Rennen auf der Isle Of Man im Jahre 1911.
Die Produktionspalette umfasste in diesen Jahren Motorräder mit seitengesteuerten 550, 700 und 998 ccm Motoren.
Die größeren V-2-Zylindermaschinen gab es auch als dreirädrige Fahrzeuge mit sog. Vorsteckwagen (die beiden Vorderräder waren lenkbar, das Hinterrad bewerkstelligte den Vortrieb).
Leider haben von diesen frühen, in geringer Stückzahl produzierten New Hudson Maschinen nur sehr wenige die Zeit überdauert.
Gegen Ende der 1910er Jahre stellte sich ein Aufschwung mit der in Produktion gegangenen 211 ccm Zweitaktmaschine ein.
Sie avancierte innerhalb kurzer Zeit zu einem echten Verkaufsschlager.
Diese kleine, robuste Gebrauchsmaschine war mit einem in Lizenz gefertigten Levis-Zweitakter ausgestattet.
In Deutschland diente dieser Motor dem ersten Zündapp-Modell als Vorbild.

Nachdem die Firma von der Parade Mills in die Icknield Street umgezogen war, wurde auch die zwischenzeitlich eingestellte Produktion von Viertaktmotoren wieder aufgenommen.
Zunächst gab es SV- und OHV- Einzylindermaschinen mit 346, 498 und 598 ccm Hubraum.
Das große Modell wurde ausschließlich als SV-Touren- und Seitenwagenmaschine angeboten.
Alle Maschinen wurden anfangs mit Stecktank und Druid- Gabeln ausgestattet.
Die Rohrrahmen waren, dem Stand der Technik entsprechend, gemufft und verlötet sowie verschraubt.

Die große Zeit von New Hudson begann im Jahre 1926 mit der Verpflichtung des berühmten Rennfahrers und Konstrukteurs Bert Le Vack (man hatte ihn von JAP abgeworben).
Pünktlich zur Olympia Motor Show in London Anfang 1927 wurde eine komplett überarbeitet Modellpalette präsentiert.
Die Vorjahresmodelle bekamen ein verbessertes Schmiersystem, die OHV- Modelle einen gekapselten Ventiltrieb.
Zusätzlich gab es zwei komplett neue OHV- Modelle, eine 350er und eine 500er mit der Bezeichnung "Vitesse Special Twin Port". Diese waren die Vorläufer aller späteren New Hudson Maschinen.



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